Sonntag, 11. September 2011

September 11th, 2001 - Lest we forget!

Requiem aeternam dona eis, Domine:
et lux perpetua luceat eis. exaudi orationem meam, 
ad te omnis caro veniet. Requiem aeternam dona eis Domine




Iudex ergo cum sedebit,
Quidquid latet apparebit:
Nil inultum remanebit.




Inter oves locum praesta,
Et ab haedis me sequestra,
Statuens in parte dextra.


Pie Iesu Domine,
dona eis requiem. Amen.

Kommentare:

  1. Europapark. Ich war als 13-Jähriger zuletzt dagewesen. Jetzt an diesem schönen Herbstmorgen efasste mich die gleiche kindliche Vorfreude. Mit einem befreundeten Päärchen war ich mit meiner damaligen Freundin zusammen auf die Idee zu kommen: Lasst uns als Erwachsene wiedermal in den Europapark gehen.

    Alle nahmen sich den Tag frei, ein Dienstag sollte es sein, denn irgendwer hatte irgendwo gelesen, dass es da am wenigsten andere Leute hat, so dass man an den Bahnen nicht mit den Goofen und Halbwüchsigen anstehen muss.

    Es war ein lustiger Nachmittag mit vier grölenden Erwachsenen, die sich wie Kinder freuten.

    Um ca. halb Vier Uhr bstiegen wir unsere beiden Autos und fuhren glücklich und müde los, um den Feierabendverkehr zuvorzukommen.

    Nach dem Belchentunnel, irgendwo zwischen Hägendorf und Egerkingen kam der Anruf der Kollegin im Auto vor uns: "Macht das Radio an, in Amerika ist ein Flugzeug in das WTC geflogen?".

    Nun war das Radio in unserem Auto zwar funktionstüchtig, aber die Boxen hatten wiar abgehängt, weil wir erst kürzlich einen grösseren Transport gemacht hatten. Also kletterte sie nach hinten und schloss die Boxen wieder an.

    Was wir dann hörten war die Hölle. Als erstes erinnere ich mich an eine Korrespondentin am Telefon, die von Leuten berichtete, die aus dem Fenster springen. Dann die Stimme des Moderators der etwas davon faselte, dass die Hochhäuser eingestürzt seien. Und gleich danach die Erwähnung, dass unbestätigten Berichten zufolge auch das Pentagon mit Flugzeugen angegriffen worden sei. Man wisse zur Stunde nicht, wieviele Menschen in New York noch in den brennenden Hochaus gewesen seien.

    Wir sind ganz still. Ich habe das oft gelesen, wie viele Menschen damals schlagartig geschnallt haben, dass das ernst ist, sehr ernst. Ich mache schnell verschiedene Stadien durch, nacheinander: Schock, Unglauben, Wut, Trauer. "Das haben sie nicht verdient!" flüstere ich mit erstickter Stimme mehr für mich als zu meiner Freundin. Wir beide sind plötzlich ganz ernst - nachdem wir den ganzen Nachmittag so fröhlich und ausgelassen Gejohlt und Gekreischt hatten.

    Es war eine surreale Szene. Man h ö r t es am Radio, macht sich im Kopf ein Bild. Man wagt gar nicht so drastisch zu denken, wie es dann wirklich war.

    In Bern angekommen fahren wir direkt zu ihren Eltern. Wir wollen das so schnell wir möglich sehen. Und unter Menschen sein, das ist irgendwie instinktiv das Wichtigste.

    Was wir dann zu sehen bekommen, ist grausamer als jede Vorstellung, die wir uns zu machen gewagt hatten. Erstaunlich, wenn man das Wissen schon hat und dann mit der macht der Bilder konfrontiert wird. Vielleicht ist es einfacher, wenn man von Anfang an die Bilder sieht.

    Am meisten bewunderte ich in jenen Tagen die New Yorker. Keine kreischenden Menschenmassen, wie in den Katastrophenfilmen, keine Wut, keine Panik. Ich fand die mir oft ein wenig zu überemotionalen Amis in diesen Stunden und Tagen nicht einmal besonders tränenreich, wie es zu erwarten gewesen wäre. Man riss sich zusammen, eine ganze Stadt. Und schritt zur Tat.

    Ich finde den Begriff "Heroes" nicht verfehlt für diese Menschen, die sich nicht in den Folgetagen aufrafften um gemeinsam zu helfen, zu retten, aufzuräumen, voranzugehen.

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  2. Ist's wirklich nötig, diese Bilder immer und immer und immer wieder zu zeigen?

    Wer sie nämlich noch nie gesehen hat, wird sie nie verstehen, und wer sie gesehen hat, HAT SIE GESEHEN!

    Lasst die Toten in Frieden ruhn!

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  3. In der Tat, ich denke, dass die Perpetuierung dieser Bilder den Blick versperrt auf das, was WIRKLICH passiert ist. Wir kennen nur die Folgen. Die Ursprünge, die Abläufe, die Beeinflussungen sind grossteils unerklärt geblieben. Die "Verschwörungstheoretiker" versuchen, hier, zu erklären, zumeist erfolglos, denn immer fehlen die entscheidenden Puzzlesteine. Also müssen sie sich aufs Fragestellen beschränken, und die, die das tun, sind auch glaubwürdig. Die anderen sind lächerliche Schlangenölverkäufer.

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  4. @Fufi: ja, klar. Kopf in den Sand. Was ich nicht sehe und weiss, das macht mich nicht heiss. Typisch links.

    Lasst uns die Toten endlich vergessen, das meinst du eigentlich, gell? Selbstverständlich muss man die Bilder immer wieder zeigen. Nur wer irgendwelche üble Gedanken hat, will normalerweisse die Bilder aus den Konzentrationslagern lieber nicht sehen und Gras über die Sache wachsen lassen.

    Wie die "Menschen", die damals beim Anblick der brennenden Türme bei sich dachten: Geschieht den Amis recht!

    Schlechtes Gewissen für die eigenen Gedanken?

    -- die Worte stammen aus der lateinischen Totenmesse. Es gibt Leute, die finden schon das eine Anmassung, ich weiss.
    Manchmal frage ich mich, wie es ist, als Autist leben zu müssen (und damit meine ich nicht dich, Fufi!).

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  5. 9/11, das war eine kulturelle Katastrophe historischen Ausmasses. Sie hat sich kraft ihrer destruktiven Emblematik und Symbolhaftigkeit ins kollektive Gedächtnis der westlichen Welt eingebrannt; 9/11 als für den Westen traumatisch zu bezeichnen, empfinde ich nicht als übertrieben. Dafür (und in Mischung mit dem Bildmaterial oben) eine lateinische Messe zu lesen, geht mir zu weit und zu wenig weit, weil sie an der Bedeutung des Ereignisses vorbeizielt, der kitschige Pathos klebt, der Vergleich mit Auschwitz (im Kommentar) ist deplaziert, schief, störend.

    Wo bleiben die tröstenden Worte für den berühmten syrischen Karikaturisten, dem die hinterhältigen Schergen vor ein paar Wochen die Finger zerschlagen haben, für den syrischen Menschenrechtler, der vor ein paar Tagen zu Tode gefoltert wurde, wo bleibt die Messe für die Verhungerten, für die Ausgebeuteten, für die Verschwundenen, für die Ermordeten, für all die anderen Opfer fern der westlichen Kameras, fern unserer saturierten Zivilisation? Leiden ist Leiden ist Leiden. Mord ist Mord ist Mord.

    Ich bin nach wie vor interessiert an einer historischen Deutung von 9/11, nicht an einer Heroisierung des spezifischen Todes als Opfertod, als besseren, als unschuldigeren Tod, weil es der Tod von Menschen war, die Business betrieben, was eben unschuldiger zu sein scheint, als wenn eine Mutter oder ein Kind beim Wasserholen auf eine Tretmine gerät.

    Du machst hier klar, dass die 9/11-Opfer aus deiner Sicht ein anderes, ein höheres, ein schwülstigeres Andenken verdient haben, als andere Opfer.

    Das stösst mich ab.

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  6. Das stimmt zwar, Lina, aber ich habe von O nichts anderes erwartet. Seine Texte bringen mich immer öfter zum Gähnen. Und er ist vorhersehbar.

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  7. gääääääääääääähn. Und wie langweilig sind denn erst die Arschkriechereien von kastrierten Katern die noch nich mal dazu eingeladen worden sind hier zu verweilen?

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  8. Tiger, was machst du hier?

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  9. Solange sozusagen eine Kanonisierung der Bewertung und des Umgangs mit dem Ereignis fehlt (erst der Eichmann-Prozess, die Entmuffung der Sechziger in Deutschland und das narrative - vor allem literarische- In-den-Griff-Bekommen der Tragödie, hat bspw. den Holocaust erst zu dem fassbaren Phänomen gemacht, als das wir ihn heute betrachten) - solange dies im Falle von 9/11 fehlt, kann jeder damit machen was er will.

    Das machen die Verschwörungstheoretiker, das mache ich, das macht Lina - es ist eine Frage des subjektiven Empfindens und des persönlichen Geschmacks. Die eine persönliche Betroffenheit und ihre Ausdrucksform gegen eine andere auszuspielen...nun, das finde ich dann schon ein wenig fragwürdig.

    Das Sonntagsredenschreiben überlasse ich anderen. Ich habe Teile der lateinischen Totenmesse zitiert, besonders aus dem Introitus un dem Dies Irae-Teil. Tag der Schrecken. Eine apokalyptische Vision, wie ich sie persönlich an jenem Tag empfunden habe (wie ich versuchte darzulegen in meinem Kommentar).

    Lina bringt syrische Karikaturisten und chinesische Gefangene ins Spiel. Andere mögen an sunnitische Iraker oder Guantanamo-Insassen erinnern. Andere denken bei jedem Schluck Wasser den sie trinken an die Leute, die in der Dürre verdursten.

    Es ging beim 10. Jahrestag des 11. September aber nunmal nicht um Tretminen oder die Armut in Gaza. Und auch nicht um meine Nachbarin, die ihre Katze hat einschläfern müssen.
    Es ging um 2800 Menschen, die eines schönen Morgens zur Arbeit gingen und von 1000 Grad heissem Kerosin übergossen oder zwischen Tetratonnen Stahl und Beton zermalmt wurden. Um Tausende Halbwaisen und ebensoviele Wittwen und Wittwer ging es!

    Es haben gewisslich viele Anrecht auf ein Requiem von Orlando. Ich habe mich halt jetzt für diese paar Tausend entschieden.

    Reklamationen werden Mo. bis Fr. von 07.00-11.50 und 14.00-22.30 entgegengenommen. Wochenends Pikettdienst.

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  10. Eni, ich zeig Dir grad, wie kastriert ich bin, wart nur...

    :-)

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  11. Gell, O, so ein Geisteswissenschaftler hat es nicht so mit Zahlen... Die beiden WTCs zusammen wogen im Höchstfall eine Million Tonnen (Google ist Dein Freund), also eine Megatonne. Sowas wie eine "Tetratonne" existiert nicht, Du meintest wohl eine Teratonne. Nun, das ist mindestens eine Million mal mehr als die Wahrheit.

    Wahrheit. Ich vergass, ich spreche hier von O. Das sind zwei inkompatible Entitäten. Sorry, guys.

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  12. @Lina am 13. September 2011 16:41

    Right!
    (auf gut neudeutsch!)

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  13. @O am 12. September 2011 21:01

    Weisst du, ich hab die Bilder gesehen. Live, sogar!
    Und ich brauch's ehrlich gesagt nicht nochmal.
    Mir hat's echt gereicht, sozusagen!
    Bis repetitia non placent!

    Und die, die's NICHT miterlebt haben:
    Nun ja, sieht ja aus wie Kino-Aushang-Bilder aus irgendeinem alten Action-Thriller?

    Und dazu: "Wie die "Menschen", die damals beim Anblick der brennenden Türme bei sich dachten: Geschieht den Amis recht!" hab ich glaub alles gesagt, was dazu denn - wenn überhaupt - gesagt werden kann!

    Und von wegen den Bildern:
    Seit Biafra 1968 werden wir fast täglich mit Bildern verhungernder, verreckender Kinder eingedeckt, bis zum Ueberdruss?

    Aber scheint's wollen die Meisten diese Bilder denn nicht sehen, auch wenn dort, wo die Kinder Hungers verrecken, KEIN Gras über die Sache wachsen wird!
    Tja, es gibt wohl einige, die Ihre Köpfe noch so gern in DIESEN Sand stecken.

    Typisch rechts? - müsste ich ja vermuten, nach DEINEM Kommentar?

    Wurde für DIESE Toten auch schon mal eine lateinische Totenmesse gelesen?

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  14. Hm, verstehe, man kann nicht die Toten von 9/11 ehren ohne gleichzeitig an die Kinder von Biafra zu erinnern, die AUCH gestorben sind...!?!?

    Und wer ehrt all die Tierli, die täglich auf unseren Tellern landen?

    Du hast doch einen Blog, Fufi. Geh doch du mit gutem Beispiel voran und lies die lateinische Messe für die Toten deiner Wahl!

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  15. Fufi, ganz ehrlich, ich habe Mühe mit Deinen Einlassungen (und Linas). Wie soll ich mich gegenüber dieser Ueber-PC verhalten? Wolltest Du tatsächlich implizieren, dass jeder, den 9/11 sehr betroffen gemacht hat, moralisch verwerflich ist, weil er nicht gleichzeitig jedes andere Unrecht der Welt mit einbezieht? Es ist genau diese Haltung, die mich an der Kirche so abstösst: dieses moralische Ueberlegenheitsgefühl, diese Zeigefinger-Predigten, die mich unter Rechtfertigungszwang bringen sollen. Warum genau? Mir geht es exakt wie Orlando: für mich war 9/11 eine Zeitenwende, in meiner Lebenszeit habe ich Hass und Gewalt noch nie so symbolhaft (!) empfunden. Das mag bei Dir anders sein, aber mir bzw allen anderen zu unterstellen, dass ich ansonsten ein kaltherziges, unbarmherziges Schwein sei, weil ja die ganze Welt voller Elend, Unglück und Tod ist, das empfinde ich als Frechheit. Ich gebe Dir, Fufi, weil Du es bist, den 'benefit of the doubt' - allerdings steht der auf wackligen Füssen, wenn Du dann noch das Schlagwort 'rechts' in die Diskussion bringst.

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  16. Das fehlte noch in meiner Replik an Lina:

    Die eine aufrichtige persönliche Betroffenheit zu relativieren und gegen die andere aufwiegen. Das finde ich stossend.

    Ich hätte die Zwischenrufe verstanden, wenn ich hier einen patriotischen Heldenkult oder ähnlich betrieben hätte (obwohl ich solchen den New Yorkern durchaus zugestehe). Aber einige sind offenbar überfordert, wenn O

    1) lateinischen Messetext
    2) spektakuläre Bilder
    3) persönliche Betroffenheit wegen Opfern, die nach anderer leute Lesart gar nicht so richtig Opfer sind (da Amerikaner)

    miteinander multipliziert.

    Empfehle hierzu den Broder in der heutigen WeWo. Sozusagen: ohne Worte...

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  17. Aus dem Zug: Astrid & Orlando, belegt einen Lese-Kurs! Anschliessend: üben, üben, üben. Weder Meisterinnen noch Meister fallen vom Himmel. - Den böswilligen Verdrehkurs könnt Ihr selbst erteilen, darin seid Ihr Klasse. Mein Kompliment an die beiden etwas fadenscheinig Betroffenheitsbetörten. Berauscht Euch unbedingt weiter an Eurer Unlogik, aber zieht bitte die Vorhänge zu! Danke. Grazie. Merci. Thank you so very much.

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  18. Ja, ich stimme Ihnen voll umfänglich zu, O. Als ich Broder heute mittag las, ist mir im wahrsten Sinne des Wortes schlecht geworden.
    Ich unterstelle weder Fufi noch Lina Bösartigkeit oder auch nur Gedankenlosigkeit (ganz, ganz sicher nicht!), aber ich meine, wir alle müssen uns dafür hüten, Betroffenheit moralisch bewerten und, ja O., aufrechnen zu wollen. Das ist exakt das, was der political correctness-Wahn uns eingebrockt hat - ich falle oft genug selber darauf hinein: vor lauter Angst, irgend jemandem auch nur im entferntesten auf die Füsse zu treten, lassen wir uns von zu Dogmen erhobenen Prinzipien terrorisieren, die von Leuten aufgestellt werden, die mit der Vielfalt von Meinungen, Empfindungen und Wahrnehmungen in einem freiheitlichen Leben nicht umgehen können.
    Seltsamerweise werden die Amerikaner selbst von der politischen Korrektheit ausgenommen - ihre eigene Erfindung, hierzulande besonders gern auf sämtliche Minderheiten (man beachte, wir alle gehören sehr vielen Minderheiten an) angewandt, wird den Amerikanern gar nicht mehr zugestanden. Warum wohl?

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  19. Ah, Lina aus dem Zug - hat sich überschnitten:

    Warum so biestig? Es geht hier nicht um Logik - auch bei Dir im übrigen nicht. Es geht einzig und allein darum, Betroffenheit zeigen und benennen zu dürfen, ohne dass diese sogleich qualifiziert wird. Mit Messen habe ich sicher nichts am Hut, ich habe auch Mühe mit Heldenverehrung. Aber wenn O bzw ich das Geschehene und meine Betroffenheit darüber beschreiben, Du, Lina, das mit 'Heroisierung des spezifischen Todes als Opfertod, als besseren, als unschuldigeren Tod, weil es der Tod von Menschen war, die Business betrieben, was eben unschuldiger zu sein scheint, als wenn eine Mutter oder ein Kind beim Wasserholen auf eine Tretmine gerät' kommentierst, dann implizierst Du, dass Deine Wahrnehmung eine bessere, eine höhere ist, dass Du ein besserer Mensch bist, weil Du jede Schandtat, jedes Unglück und Unrecht der Welt mit einbeziehst und wir Dumpfbacken eben nicht. Das ist Demagogie, nichts anderes.

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  20. Liebe Astrid am 15. September 2011 13:00

    Nein! Mir geht's nur darum, dass ob all den Menschen, die auf der "Weltbühne" gestorben sind, diejenigen nicht vergessen werden, die tagtäglich in den Hinterhöfen verrecken!

    JA! Ich wage zu fragen: Wie viel Elend in der Welt hätte denn seit dem Einmarsch der Amis in Afghanistan verhindert werden können, mit all diesen Milliarden?
    Kampf gegen die Armut/den Hunger wäre wohl der aussichtsreichste Krieg gegen den Terror?
    Ganz abgesehen von der Kohle, die gegen ein Phantom namens "Massenvernichtungswaffen" eingesetzt wurde - unbeachtet der kollateralen Toten!

    Nein! Ich hab glaub NIEMANDEN verurteilt, wegen der Erinnerung an 9/11! - hab höchstens mich über die Bilder dazu ausgelassen .... ?

    Und ich habe weder Dich noch den Orlando als kaltherziges, unbarmherziges Schwein bezeichnet, soweit ich mich erinnern mag?

    Und - bitte - ich glaub, ich halte mich mit dem Moralfinger glaub eher zurück?
    Deine Kritik an "der Kirche" kann ich allerdings teilen, wenigstens teilweise!

    Aber wenn der Orli am 12. September 2011 21:01
    meint, mir sowas an den Kopf werfen zu dürfen:
    @Fufi: ja, klar. Kopf in den Sand. Was ich nicht sehe und weiss, das macht mich nicht heiss. Typisch links.
    Mehr dazu - du weisst wo!
    Dann meine ich, darauf eine Antwort zu geben wäre nicht ganz unangebracht?
    Ich meine, wenn der omikron meint, er könne meine Worte ins Gegenteil verkehren und danach mich wegen der verkehrten blöd anmachen - nein, das mag ich eigentlich nicht wirklich!

    Astrid: Du hast wo geschrieben, deine Brüder würden für MsF arbeiten?
    Sei versichert:
    Die einzigen beiden Daueraufträge, die ich "Meiner Bank" vorgegeben habe, betreffen monatliche Zahlungen an MsF und AI!

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  21. Aber ehrlich:

    Wenn ich denn hier stets damit rechnen muss, dass meine Worte ins Gegenteil verkehrt werden und ich aufgrund dieser ins Gegenteil verkehrten Worte blöd angemacht werde .... ??

    Schreiben ist Silber
    Schweigen ist Gold!

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  22. Fufi, ich rede hier (obwohl wahrscheinlich bescheuert) nur für mich - Orlando soll/kann/muss für sich selber sprechen.
    Mir ging es um die implizite (!) Moralkeule, die immer dann mitschwingt, wenn im gleichen Atemzug von einer Katastrophe gleich auf die anderen, die tagtäglich relativ unbemerkt und unkommentiert (da gebe ich Dir Recht) ablaufen, verwiesen wird. Und darin liegt eine Form der moralischen Erpressung, denn, als einigermassen anständiger und verantwortungsvoller Mensch frage ich mich das alles natürlich auch, dh wenn ich das vorgehalten bekomme, fühle ich mich u.U. wie ein Schwein (tue ich im übrigen nicht). Natürlich hast Du das nicht gesagt. Aber diese Aussagen führen dazu, dass man nur noch wie auf Eiern gehen darf, man darf keine Kritik an Entwicklungshilfe üben, viele, viele Themen sind mittlerweile so gut wie tabu, moralisches Ueberlegenheitsgehabe und pc regieren die Welt. Und diese (verbotenen) Sujets suchen sich einen Weg (denn wir sind alle nicht perfekt, niemand, auch die Pfaffen/Päpste nicht und auch die nicht, die für MsF arbeiten) - und oft genug kommen diese allzu menschlichen Themen dann vulkanartig in polarisierender, aggressiver, ungerechter Form heraus. Und das ist völlig kontraproduktiv.

    Ich wollte Dich wirklich nicht blöd anmachen, Fufi, dafür entschuldige ich mich. Aber das ist ein Thema, das mich regelmässig auf 180 bringt. Im übrigen haben wir in der Familie schon viele Diskussionen gehabt: beide meiner Brüder stehen heute nicht mehr so hinter MsF wie auch schon. Seit ein paar Jahren ist die politische Fraktion dort ein Problem für sie. Aber auch hier herrschen Gedanken- und Aeusserungsverbote. MsF sind irgendwann mal heiliggesprochen worden, d.h. wenn man kritisiert, ist man ein Nestbeschmutzer. Da zählen dann nicht die ärztlichen Qualitäten, sondern die Genehmheit. Das ist es, was mich so nervt. Aber das hat mit Dir, Fufi, nicht viel zu tun - es ist einfach MEIN Thema.

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  23. @Fluffy

    hättest du die Güte, uns zu erklären, was dich an den Bildern stört? Danke.

    Deine pietistische Weltanschauung haben wir jetzt zur Genüge erklärt bekommen. Ich erwarte täglich deine Messe für die (von z.B. mir) vergessenen, leidenden Kinder des Sudan. Na?

    Lifere nid lafere. Mit Schalk, dein treues "omikron".

    @Lina: Das "fadenscheinig Betroffenheitsbetörte" nehme ich dir sehr übel. Sehr. Stens.

    Des Weiteren: ich habe nichts verdreht, unser Fufi hier hat das ganz genau so verstanden, wie auch ich das verstanden habe. Das heisst: richtig!

    Genau lesen? Okay: Du schreibst von 'Heroisierung des Opfertodes'...hä? Wo siehst du Heroen oder Opfertode in meinen Beiträgen??

    Darf man BITTESCHÖN schlicht und einfach sagen: es sind 2800 Menschen innerhalb von 2 Stunden von brennendem Kerosin verbrannt oder in zusammenstürzendem Stahl & Beton zermalmt worden. Tausende Kinder wurden dadurch zu Halbwaisen und Tausende Menschen zu Wittwen oder Wittwern.

    Merci. Kyrie Eleison!

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  24. Mein treues omikron!

    Was mich an den Bildern stört, fragst Du?

    ALLES! Aber auch wirklich ALLES!
    Es "stört" mich nämlich sehr, dass SO was überhaupt geschehen ist!
    Auch wenn's dazu denn auch gar keine Bilder geben täte.

    Nun ja, ich lese tatsächlich keine Messen, und täglich schon gar nicht, und erst recht keine lateinischen.

    Aber ich bete.
    Täglich!
    "Dein Reich komme".
    "Dein Wille geschehe,
    wie im Himmel, bei den Engeln,
    so auch hier bei uns Menschen
    auf dem Planet Erde"

    Ach ja:
    Suche noch immer denjenigen Kommentar, wo du zugibst, die leidenden Kinder im Sudan vergessen zu haben.
    Hab ihn bis jetzt noch nicht gefunden!

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  25. Wieso masst man sich an, über die Betroffenheit anderer zu werten? Dieser Blog gehört O; da wird er wohl noch das Recht dazu haben, über das zu schreiben was ihn beschäftigt. Wie kommen gewisse Leute darauf, dass man anderen zu diktieren haben, wie sie zu denken haben.

    An alle Moralisten hier: denkt Ihr denn an die kranken Kinder welche in den schweizer Spitälern liegen? Denkt Ihr denn an die Alten, die in Pflegeheimen "vergessen" werden? Denkt Ihr denn an die Menschen die aus Verzweiflung suizid begehen? Denkt Ihr an junge Menschen -vielleicht mit eigener Familie- die wissen, dass sie bald sterben müssen? Denkt Ihr an die Tiere, die deswegen leiden müssen, weil Ihr nicht bereit dazu sind, einen angemessen Preis für Fleisch und Eier zu bezahlen? Migros Budget, und Prix Garantie lassen grüssen.

    Ihr seid doch so scheinheilig: zählt auf, an welche Menschen O alles nicht gedacht hat, und selber vergesst Ihr so vieles........

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  26. Genau, Eni. Kann mir jemand erklären was Fufi von mir will? Ich soll w a s zugeben?

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  27. Ok, ich gebe zu dass das da:

    "Ach ja:
    Suche noch immer denjenigen Kommentar, wo du zugibst, die leidenden Kinder im Sudan vergessen zu haben.
    Hab ihn bis jetzt noch nicht gefunden!"

    missverständlich verstanden werden kann.

    Deshalb hier im Klartext:
    Ich bin SICHER, dass auch die Geschehnisse im Sudan (und anderswo) mein "omikron" NICHT kalt = emotional unberührt lassen!
    Klaro?

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  28. Nein, nicht klaro, das ist das genaue Gegenteil, Fufi!

    Ja, die Kinder von Darfur tun mir leid: darf ich bei dieser sich bietenden Gelegenheit daran erinnern, dass es ISLAMISTISCHE Reitermilizen waren, die die Leute da in der Wüste abschlachteten? Genauso wie es ISLAMISTISCHES Terrorkommando war, das Flugzeuge entführte und in die Hochhäuser flog? Danke.

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  29. Ach omikron

    Du musst mich wirklich nicht daran erinnern, ich mach nämlich scho wüsse das!

    Aber du dich auch möge erinnere an Amis wo AbtreibungsärztInnen umnieten? wo demokratische PolitikerInnen umnieten, nachdem sie die potentiellen Ziele mit Hakenkreuzen markiert haben?
    Und das im Namen irgendeines Götzen, was bestimmt nicht das Gott ist, zu dem ICH beten mag!

    Ich weiss nicht mehr wann und wo, aber den Inhalt der News weiss ich noch genau: "Christliche Milizen haben ein Dorf angegriffen. Beim Ueberfall starben mindestens 28 Menschen".

    Und obwohl der Papst NUR(!) den Männern unterdessen erlaubt hat, unter ganz speziellen Bedingungen denn sogar WICHSEN zu dürfen, aber den Gummi, wo zum Beispiel auch AIDS grossflächige eindämmen könnte, DER ist natürli NICHT erlaubt.
    Lasst uns eine Messe lesen!

    Momoll, ich weiss, dass das "Islamisten" waren!
    Aber ich weiss, dass es auch "Christamisten" gibt, und du weisst schon!

    Da hat doch letzthin so ein Norweger die christlich-nationalen Werte mit der Waffe verteidigt?

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  30. Nein, omikron

    Ich hab's irgendwie zuoberst, bloss um DEINER Provokation willen auch nur in dieser kleinen Oeffentlichkeit BEWUSST fehlinterpretiert und aufgrund dieser Falsch-Interpretation blöd angefickt zu werden.

    WENN du denn schon den Tschonny zu 8:23 auf deine Fahne malen willst, dann tu's bitte ganz!
    Ja?

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